VKE - Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse e.V.
Hilleken Zeineddine

Hilleken Zeineddine

Interview mit Hilleken Zeineddine

Geschäftsführerin BM BRAND MEDIA GmbH

Was war für Sie das innovativste Zeitschriftenprojekt?
Da fällt es mir schwer, ein einzelnes besonders hervorzuheben: In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl toller Projekte. Das finde ich ein sehr richtiges Signal für Print.

Ihr Lieblingsheft aus dem eigenen Verlag?
Das ist ja fast so, als ob Sie eine Mutter fragten, ob sie ein Kind mehr liebt als das andere ;-)
Unser jüngster Spross "Foodie" – das junge, innovative Magazin von DER FEINSCHMECKER - gefällt mir momentan sehr.

Vor welcher Zeitschrift auf dem deutschen Markt haben Sie Hochachtung/Respekt?
Ich bewundere – neben mutigen neuen Projekten – vor allem Zeitschriftenmarken, die schon seit Jahrzehnten auf dem Markt erfolgreich sind.

..., weil
sie beweisen, dass ein solider Markenkern die Grundlage ist, sich weiterzuentwickeln und die Attraktivität für die LeserInnen über Generationen hinweg zu erhalten.

Welches Format fehlt noch auf dem deutschen Markt?
Klar ist: Die Regale im Zeitschriftenhandel sind gut gefüllt. Aber es werden immer wieder Lücken ausgemacht. Mit Robb Report hat der JAHRESZEITEN VERLAG im Oktober z.B. das erste multithematische Luxusmagazin erfolgreich auf den deutschen Markt gebracht, das uns "Die Seele der Dinge" zeigt. Ansonsten: Wenn ich das wüsste, würde ich es an dieser Stelle (noch) nicht verraten.

Zeitschriften und Kosmetik ...
... passen gut zusammen. Mit Zeitschriften und auch mit Kosmetik nehmen wir uns bewusst Zeit für uns – und machen uns das Leben schöner.

 

Luxuskosmetik ...
... ist etwas ganz Persönliches.

Was lesen Sie wo? (Gattung/ Titel/ als Printversion, App oder kindle...)
Beim Frühstück
Wochentags bin ich kein großer Frühstücker – am Wochenende lese ich dazu gern Zeitschriften. Gemütlich als Printversion – unsere Magazine und z.B. auch mal den stern oder Zeit Wissen.

Im Büro
Die Newsletter sowie die Printversion von Medien- und Fachdiensten wie Horizont und w&v. Und ein Blättern durch die neuen Ausgaben unserer Magazine und einiger anderer Marktteilnehmer.

Am Flughafen / im Flieger / Zug
Wenn ich neben Emails Zeit habe: Zeitschriften - für die schnelle Unterhaltung und ein Trend-Update z.B. gern mal Grazia.

Im Urlaub
Endlich auch mal wieder Zeit für Bücher. Volle Konzentration, volle Erholung. No second screen.

Abends auf dem Sofa
Vor allem Newsportale und zurzeit Instagram (ist das auch lesen?) auf dem Iphone.

Im Bett
Meistens nichts mehr.

Wohin entwickelt sich der Zeitschriftenmarkt in 2017?
Klar, auch im kommenden Jahr ist der Markt von großem Konkurrenzdruck geprägt, vor allem zwischen den großen Häusern. Da tut es ganz gut, dass wir mit BM BRAND MEDIA als mittelständischer Vermarkter einen ganz eigenen und geschätzten Platz innehaben. Zugleich gilt: Die Offenheit und die Möglichkeiten für Kooperationen werden größer. Auch von unserer Seite. Und das muss auch so sein, schließlich geht es nicht nur um den Wettbewerb zwischen einzelnen Verlagen. Sondern die Print-Vermarkter haben es mit deutlich größeren Playern wie Google, facebook oder auch den TV Vermarktern zu tun.

Dennoch: Ich habe den Eindruck, dass seit einiger Zeit der mutmaßliche Abgesang auf Print an Intensität verloren hat und die unbestrittenen Qualitäten von Print wieder stärker in den Vordergrund rücken.